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Ein Panikraum aus Büchern

Lieben Sie Ambivalenzen? Auf Identität mit sich selbst eingeschworen, sind allzu viele schon zu Lebzeiten totenstarr. Ein Panikraum ist ein Raum, in dem Sie Schutz suchen, aber dass Sie ihn hier auch finden, ist damit keineswegs gesagt. Vielleicht brechen Sie überhaupt erst im Panikraum in Panik aus, während der Angreifer daran scheitert, in Ihren Schutzraum einzubrechen. Wer weiß das schon im Voraus? Probieren Sie es einfach mal aus. Hier finden Sie Hinweise und Hintergrundinformationen zu meinen Romanen, Sachbüchern und wissenschaftlichen Werken. Keine Panik, bitte. Schauen Sie sich in Ruhe um.

In wenigen Tagen erscheint mein Roman Wolfswut. Auf vorablesen.de lässt sich nachverfolgen, dass nicht zuletzt der „True Crime“-Hintergrund Leserinnen und Leser beschäftigt. Deshalb hier noch ein paar Anmerkungen zu der spektakulären Mordserie, die ich als Grundgerüst meines „True Crime-Thrillers“ adaptiert habe.

Der Fall des „Mörders mit der Klarinette“ machte im Jahr 2016 bundesweit Schlagzeilen. Am 10. September 2014 fand die Tochter des Kleinunternehmers Manfred S. Behälter mit Leichenteilen in einer Garage, die ihr Vater im hessischen Schwalbach angemietet hatte. Manfred S. war kurz zuvor infolge einer Krebserkrankung verstorben. Nachdem im Vorjahr bereits ihre Mutter gestorben war, sichtete die Tochter den Nachlass, um den elterlichen Haushalt und das Unternehmen ihres Vaters aufzulösen, eine Entrümplungs- und Gartenbaufirma. Der makabre Fund löste polizeiliche Ermittlungen aus, die bis heute andauern. Im hessischen LKA wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, um die Manfred S. zugeschriebene Mordserie aufzuklären.

Der 1946 in Königsberg/Taunus geborene S. wuchs als Einzelkind im nahegelegenen Kronberg im Taunus aus. Nach einer Lehre als Klischeeätzer, zweijährigem Wehrdienst und nachgeholtem Abitur begann er ein Studium der Kunst- und Sozialgeschichte an der Universität Frankfurt am Main, das er jedoch bald wieder abbrach. Sein Kleinunternehmen betrieb er zusammen mit einem Partner in der hessischen Kleinstadt Schwalbach, wo er ein unauffälliges Leben führte.

S. war verheiratet und hatte eine Tochter. Er galt als umgänglich, spielte Klarinette in einer Band. Seine Frau arbeitete als Flugbegleiterin und war oftmals für mehrere Tage unterwegs. Erst nach seinem Ableben stellte sich heraus, dass er häufig den Straßenstrich im nahegelegenen Frankfurt am Main aufgesucht hatte und gegenüber Prostituierten zuweilen aggressiv geworden war. Im berühmt-berüchtigten Frankfurter Bahnhofsviertel lernte er wohl auch einige seiner späteren Opfer kennen.

Derzeit wird Manfred S. mit mindestens zehn Morden in Verbindung gebracht, begangen ab Anfang der 1970er-Jahre. Die Opfer waren meist drogenabhängige Straßenprostituierte, aber auch zwei Altenpflegerinnen und mutmaßlich auch mindestens ein männlicher Teenager. Die Taten wurden durchweg mit ungewöhnlicher Grausamkeit ausgeführt. Der bzw. die Täter folterten und verstümmelten die Opfer, entnahmen Organe und amputierten Gliedmaßen. Aufgrund des Verletzungsbildes gehen die Ermittler in mindestens einem Fall von einem Mittäter aus. Jedem Opfer wurden andere Körperteile entnommen, wobei möglicherweise auch Kannibalismus eine Rolle spielte.

Umstände, Einzelheiten und Umfang der Mordserie sind bis heute nicht annähernd aufgeklärt worden. Für die mögliche Täterschaft von Manfred S. gibt es nach wie vor nur Indizien, keine lückenlose Beweiskette. Die Sonderkommission, die nach dem Auftauchen der Leichenfässer zunächst fieberhaft um Aufklärung bemüht war, wurde längst wieder aufgelöst. Mit den „kalten“ Fällen beschäftigen sich Mordermittler, soweit sie neben ihrer aktuellen Arbeit Zeit dafür finden.

Das ist unbefriedigend, aber nachvollziehbar, die Ressourcen reichen schon für die Bearbeitung der „heißen“ Fälle immer weniger aus. Je weiter aber die Geschehnisse zurückliegen, je lückenhafter die Erinnerungen etwaiger Zeugen werden, desto geringer ist die Chance, dass den Opfern doch noch Gerechtigkeit geschieht. Und der mutmaßliche Mittäter dingfest gemacht werden kann, der möglicherweise noch immer in Frankfurt und Umgebung sein Unwesen treibt.

08 Jan 2018 0 Kommentar
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