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Ein Panikraum aus Büchern

Lieben Sie Ambivalenzen? Auf Identität mit sich selbst eingeschworen, sind allzu viele schon zu Lebzeiten totenstarr. Ein Panikraum ist ein Raum, in dem Sie Schutz suchen, aber dass Sie ihn hier auch finden, ist damit keineswegs gesagt. Vielleicht brechen Sie überhaupt erst im Panikraum in Panik aus, während der Angreifer daran scheitert, in Ihren Schutzraum einzubrechen. Wer weiß das schon im Voraus? Probieren Sie es einfach mal aus. Hier finden Sie Hinweise und Hintergrundinformationen zu meinen Romanen, Sachbüchern und wissenschaftlichen Werken. Keine Panik, bitte. Schauen Sie sich in Ruhe um.

 

RATTENFLUT - Band 3 der True-Crime-Trilogie

Kira Hallstein ist zurück - wenn auch inkognito. Für den dritten Teil der Hallstein-Trilogie habe ich den größten Missbrauchskandal Großbritanniens adaptiert und ins heutige Berlin sowie  auf eine entlegene indonesische Insel verlegt. (Hier geht es zum RATTENFLUT-Trailer)

(Randbemerkung: In coronösen Zeiten ist auch das "Erscheinen" von Büchern erschwert. Die Buchhandlungen sind geschlossen, der bekannte Internetriese aus Kalifornien liefert bevorzugt "Non-Books" aus, aber wer will, kann RATTENFLUT trotzdem ins heimische Exil schwappen lassen und dabei noch eine lokale Buchhandlung seiner Wahl unterstützen. Einfach bei genialokal bestellen und Buch nach Hause liefern lassen.)

Seit den Geschehnissen in WOLFSWUT sind gut drei Jahre vergangen; die Urteilsverkündung am Ende von DROSSELBRUT liegt ein Dreivierteljahr zurück. Wenn die Handlung von RATTENFLUT an einem bitterkalten Januartag in Berlin einsetzt, ist Hauptkommissarin Kira Hallstein  bereits seit gut eineinhalb Jahren beim LKA Berlin freigestellt, „aus gesundheitlichen Gründen“, wie es offiziell heißt. Äußerlich hat sie sich so sehr verändert, dass selbst gute Bekannte sie kaum wiedererkennen würden. Sie nennt sich jetzt Katja Perlsberg und arbeitet (angeblich) im Management einer US-Immobilienfirma, die geeignete Objekte in Berlin sucht.

Inoffiziell ist sie als Leiterin eines (in keinem Organigramm auffindbaren) operativen EUROPOL-Teams tätig, das gegen global agierende Sex-Kartelle und Menschenhändler ermittelt. Nachdem die perverse „Bruderschaft“ (am Ende von DROSSELBRUT) erneut straffrei davongekommen ist, haben Hallstein und ihr Team in monatelanger Arbeit eine neue vielversprechende Spur gefunden. Doch um ihrer Vorgesetzten in der Brüsseler Europol-Zentrale die Zustimmung zu ihrem waghalsigen Plan abzuringen, braucht sie dringend Beweise, die die Verbindung zwischen dem „Red Mango-Kartell“ und der vermeintlich wohltätigen Berliner Stiftung „Dignity of Youth“ belegen. Hallstein beschließt, sich die benötigten Beweise auf grenzlegalem Weg zu beschaffen. Doch als sie und ihr Team kurz vor dem Ziel sind, wird ihr Whistleblower Opfer eines angeblichen Raubmordes …

Der True-Crime-Hintergrund von RATTENFLUT

Über Jahrzehnte hinweg gehörte Jimmy Savile (1926-2011) zu den Top-Promis in Großbritannien. Populärer als der BBC-Moderator („Top of the Pops”, “Jimmy’ll fix it”) war höchstens noch die Queen. Savile war u.a. mit Margaret Thatcher, Prinz Charles und Prinzessin Diana befreundet; 1990 wurde er „für sein soziales Engagement“ zum Ritter geschlagen und im selben Jahr von Papst Johannes Paul II. zu einer Privataudienz empfangen. Nach seinem Ableben wurde er in einem goldenen Sarg aufgebahrt und mit größter öffentlicher Anteilnahme bestattet. Wenig später stufte Scotland Yard ihn als „schlimmsten Sexualverbrecher in der Geschichte des Vereinigten Königreichs“ ein. Wie sich herausstellte, hatte er von den 1960ern bis in die Nullerjahre Hunderte meist minderjährige, überwiegend weibliche Opfer missbraucht, viele von ihnen auf dem BBC-Gelände in London sowie in Kinderkliniken und Hospizen, zu denen er als „Schirmherr“ freien Zugang und teilweise eigene Schlüssel hatte.

Von den Verantwortlichen in den betreffenden Institutionen hatte angeblich niemand etwas bemerkt. Doch das klang in den Ohren von Scotland Yard so unglaubwürdig, dass zunächst mit Hochdruck gegen ein mutmaßliches „pädo-kriminelles Netzwerk“ ermittelt wurde. Auf die Verhaftung einiger höherer BBC-Chargen und Showbiz-Größen folgte aber bald schon das in solchen Fällen leider beinahe übliche Rollback: Die als Hintermänner Verdächtigten wurden auf freien Fuß gesetzt, da man keine Hinweise auf ein „Netzwerk“ gefunden habe.

Ohne ein einflussreiches Netzwerk, dessen Mitglieder u.a. auf Justiz- und Polizeibehörden Einfluss nehmen konnten, hätte Savile aber keinesfalls über einen solchen Zeitraum und in solcher Frequenz Sexualstraftaten begehen können – an Mädchen und Jungen, Minderjährigen und jungen Frauen, auch an Sterbenden in Kinderhospizen und sogar an Verstorbenen in Leichenkellern. Unter anderem auf der Insel Jersey, bekannt auch als Steueroase, fand der dortige Polizeichef klare Hinweise auf einen Ring reicher und einflussreicher Sextäter, die über viele Jahre hinweg Hunderte Kinder und Jugendliche in den dortigen staatlichen Kinderheimen vergewaltigt hatten. Einer von ihnen war nachweislich Savile, doch die Untersuchung verlief im Sande, als der Polizeichef aus dem Amt gedrängt und durch einen willfährigen Nachfolger ersetzt wurde. Übrig blieb so in allen Fällen nur der vermeintliche „Einzeltäter“ Jimmy Savile, das „pädophile Sexmonster“, das angeblich auf eigene Faust gehandelt hatte und nur deswegen über Jahrzehnte hinweg unbehelligt geblieben war, weil er seine Prominenz und das Duckmäusertum seiner Umgebung mit der „für Psychopathen typischen Skrupellosigkeit“ ausgenutzt habe.

 

28 Mär 2020 0 Kommentar
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