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Ein Panikraum aus Büchern

Lieben Sie Ambivalenzen? Auf Identität mit sich selbst eingeschworen, sind allzu viele schon zu Lebzeiten totenstarr. Ein Panikraum ist ein Raum, in dem Sie Schutz suchen, aber dass Sie ihn hier auch finden, ist damit keineswegs gesagt. Vielleicht brechen Sie überhaupt erst im Panikraum in Panik aus, während der Angreifer daran scheitert, in Ihren Schutzraum einzubrechen. Wer weiß das schon im Voraus? Probieren Sie es einfach mal aus. Hier finden Sie Hinweise und Hintergrundinformationen zu meinen Romanen, Sachbüchern und wissenschaftlichen Werken. Keine Panik, bitte. Schauen Sie sich in Ruhe um.

Ab sofort im Buchhandel erhältlich (z.B. bei Thalia): BERNSTEINGRAB, ein literarischer Thriller, in dem es um deutsche Geschichte und Identität im ganz großen Bogen geht: von der Erbsünde der Preußen über die ,schwarze Romantik' und das ,Dritte Reich‘ bis zur Wiedervereinigung.

BERNSTEINGRAB ist der erste Titel der Edition Marbuelis, in der Zug um Zug überarbeitete Neuausgaben meiner Romane als Hardcover herauskommen werden.

Aus meinem Nachwort zur Neuausgabe:

Bernsteingrab ist nicht nur ein Schloss- und Spukroman, sondern mehr noch ein Geschichts- und Politkrimi, ein (negativer) Entwicklungsroman und ein romantischer Roman im literaturhistorischen wie auch im landläufigen Sinn des Wortes. Zur Vorbereitung des Romans vertiefte ich mich in die Geschichte des Deutschen Ordens, dessen Ritter das »Heidenvolk« mehr mit dem Schwert als mit der Schrift missionierten, und in die dürftige Überlieferung von Kultur, Sprache und Religion der Prussen, die nicht nur Land, Leib und Leben, sondern auch noch ihren Namen an ihre Vernichter verloren. Von München, wo ich damals lebte, reiste ich durch Ostdeutschland und Westpolen bis nach Malbork, wo die frommen Eisenmänner im 14. Jahrhundert die Marienburg erbauten – ihr monumentales Hauptquartier, ein bewundernswertes Beispiel mittelalterlicher Baukunst und ein verstörendes Denkmal deutsch-christlichen Bekehrungs- und Eroberungswahns. Anfang der Neunziger stand die perfekt restaurierte Ordensburg wie von einer Zeitkapsel umschlossen in der postkommunistischen Pseudoidylle des ländlichen Polen, das mir in seiner Art genauso aus der Zeit gefallen schien. Auch diese Eindrücke blieben nicht ohne Wirkung auf meine Einbildungskraft und damit auf die Erzählwelt in meinem Roman.

Abgesehen von einer provisorischen Ausgabe auf einer Self-Publishing-Plattform war Bernsteingrab bislang nicht als gedrucktes Buch greifbar. Umso mehr freut es mich, dass dieser (nach Der Irrläufer) zweite meiner frühen Romane nunmehr als stattliches Hardcover vorliegt – mehr als ein Vierteljahrhundert, nachdem ich begonnen habe, die Geschichte von Schloss (früher Burg) Stiegliz und seiner Bewohner zu schreiben.

06 Mär 2020 0 Kommentar
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