Andreas Gößling


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Alchimist von Krumau

Belletristik

Der Alchimist des Kaisers. (OA: Der Alchimist von Krumau)
Roman.
Aufbau-Tb.-Ausgabe
ca. 432 Seiten, € 8,95
ISBN 978-3-7466-2325-2


Nach seiner Verbannung aus der goldenen Stadt kämpft der junge Bastardsohn des Alchimistenkaisers Rudolf II. erbittert um seine Rückkehr nach Prag. Seine Streitmacht: ein magischer Scharlatan, ein stammelnder Homunkulus und eine geheimnisvolle junge Baderin ...

Im Frühjahr 1607 kommt Don Julius, Bastardsohn Rudolfs II., als neuer Graf ins böhmische Krumau. Vor seiner Abreise hat sich in der Kaiserburg ein tödlicher Zwischenfall ereignet, an dem er die Schuld tragen soll - doch er erinnert sich an nichts! Julius ist davon besessen, einst die väterliche Krone zu erben, und überzeugt, Opfer einer Intrige zu sein. Um seine Rückkehr nach Prag zu erzwingen, nimmt Julius den Wettstreit mit seinem Vater auf dem einzigen Feld auf, auf dem er dem Alchimisten auf dem Kaiserthron die Stirn bieten kann. So beginnt ein bizarrer Kampf der Magier und Alchimisten, in dem es um künstliches Gold und Kreaturen aus der Retorte, um Macht und Einsamkeit, Liebe und Reichtum geht - und der schon bald eskaliert. Denn auch die geheimnisvolle Baderin Markéta, in die Julius sich verliebt, kann seinen krankhaften Ehrgeiz nicht besänftigen.



Andreas Gößling:
Der Alchimist von Krumau.
Roman. Hardcover
Originalausgabe: Eichborn 2004
440 Seiten, € 22,90
ISBN 3821809442

Übersetzungen u.a.: Italien, Tschechien



Aus Besprechungen:

"Zwischen der Schizophrenie des Habsburgersohns und dem viel gefährlicheren, weil nicht sofort erkennbaren Wahnsinn des Alchimisten spannt sich die Handlung mit krimihafter Spannung, die vor allem aus dem undurchschaubaren Treiben des Alchimisten herrührt. Als Hintergrund der Geschichte zeichnet der Autor ein pralles Bild von der Atmosphäre dieser Zeit, vom Leben bei Hof mit Ausschweifungen, Scharen von Schmarotzern, Machtexzessen, Glaube und Aberglaube. (...) die über 400 Seiten liest man wie im Flug: Auf jeden Fall ein Buch, für das man zwei mit Lesen durchwachte Nächte reserviert halten sollte." Prager Zeitung

"Noch vor dem Einschlafen hatte er sich prächtig mit der Hure amüsiert, doch als er aufwacht, liegt sie hingemetzelt neben ihm. Don Julius, der Bastardsohn des Habsburger Monarchen Rudolf II., muss um 1608 aus Prag verschwinden und zieht sich nach Krumau zurück. Dort schmiedet er dunkle Pläne mit einem zwielichtigen Alchimisten, der scheinbar in der Lage ist, künstliches Leben zu schaffen. Hat in Julius endgültig der Habsburger Inzest-Wahn gesiegt? Für Liebhaber niveauvoller, wortreicher historischer Romane."
Hamburger Morgenpost

„‚Der Alchimist von Krumau' zieht den Leser von Beginn an mit in einen Strudel mystischer Ereignisse und spuckt einen buchstäblich erst mit der letzten Silbe des Buches wieder aus. (...) Empfehlung: äußerst lesenswert!“
Stadtmagazin 37, Göttingen

„Andreas Gößling hat eine spannende Geschichte geschrieben, voller Phantasie und Einfühlungsvermögen in dunkle Machenschaften, in Zauberei und Intrigen. (...) Auch wenn man nicht an die Magie glaubt, aus Dreck Gold machen zu können oder Menschen aus der ‚gläsernen Mutter' entspringen zu lassen, Gößling schildert diese unheimliche Welt so meisterhaft, dass man meint, den Irrsinn selbst zu erleben.“
Preußische Allgemeine Zeitung

„Eine spannend erzählte Geschichte, die der Autor nicht ausklingen lässt, ohne darauf hinzuweisen, dass der Traum vom ‚Menschen aus der Gläsernen Mutter' auch im 21. Jahrhundert noch nicht ausgeträumt ist.“
ekz-informationsdienst

"Mit bewundernswertem erzählerischem Können und fast genialer Fantasie schafft Gößling es - fast nebenbei - auch noch geschichtliches Wissen zu vermitteln. Mir fiel es schwer, das Buch aus der Hand zu legen - aber irgendwann muß man schließlich auch schlafen."
Büchervielfraß - Ihr literarischer Vorkoster

"Andreas Gößling hat sich einer Zeit angenommen, die im Geschichtsunterricht stiefmütterlich behandelt wird. Es ist eine Zeit, in der die herrschende Elite Europas sich den alchimistischen Künsten zugewandt hat. Eine Zeit, da jeder Adelige meinte, seinen eigenen Goldmacher beschäftigen zu müssen. Der Glaube an übernatürliche Kräfte und an Wunderwerker war in allen Bevölkerungsschichten weit verbreitet. So hatte es jeder Scharlatan leicht, sein Publikum von seinen angeblichen Wunderkräften zu überzeugen. (...) Gößling hat dies in seinem Roman sehr plastisch und glaubwürdig geschildert. Eingebettet in die spannende Handlung präsentiert er in einer schockierenden Eindringlichkeit die absonderlichen Praktiken und Experimente, mit denen die wundersamen Substanzen gewonnen werden sollten, die die Transformation von Blei zu Gold oder die Erschaffung von Leben erst ermöglichen sollten. (...) Die Entwicklung von Markéta ist sehr glaubwürdig herausgearbeitet. Ihre Hingabe an den Fürsten, der unverhoffte Aufstieg aus dem Kreise der Bürger zur Adeligen, die Anfeindungen, denen sie ausgesetzt sind, sie beherrschen den Roman, der ein stimmiges und überzeugendes Bild der damaligen Gesellschaft zeichnet."
Mr. Phantastik

Der Alchimist von Krumau
Der Alchimist von Krumau
Hardcover, Eichborn 2004, neuwertig mit Schutzfolie, auf Wunsch mit Widmung, Autogramm
8.50 €
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