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Fantasy

Viele meiner Romane haben eine Tendenz ins Fantastische – so gesehen könnte ich in dieser Abteilung auch den historischen Roman Faust, der Magier aufführen, in dem die Hauptfigur über eine Reihe fantastischer Fähigkeiten zu verfügen scheint; oder den Thriller Bernsteingrab, in dem wundersame Dinge geschehen, obwohl er überwiegend im realen Nachwende-Deutschland spielt; ganz zu schweigen vom Voodoo-Thriller Dunkler Tanz, dessen Protagonist sich als von einem mächtigen Voodoo-Geist besessen erfährt, oder von dem All-Age-Roman Die Dämonenpforte, in dem sich eben diese mitten im wirklichen Leben auftut. Aber nur zwei meiner Romane verraten auf den ersten Blick, dass sie mit der Realität, wie man sie allgemein zu kennen glaubt, nichts zu schaffen haben: Dea Mortis und Der Ruf der Schlange weisen sich bereits durch ihre äußere Aufmachung als fantastische Romane aus.

Dea Mortis, mit düster prachtvollem Cover ausgestattet, gehört unverkennbar zur Dark-Fantasy-Welt. Die üppige Illustration des Romans mit Werken von Alien-Schöpfer H.R. Giger dürfte letzte Zweifel beseitigen, was Leser und Akteure Im Tempel der dunklen Göttin erwartet. Und dass Der Ruf der Schlange in eine fantastische Welt entführt, können Kenner schon aus dem Verlagslabel schließen: Der Roman ist bei Hobbit Press erschienen, der verlegerischen Heimat des Herrn der Ringe von J.R.R. Tolkien. Das Umschlagbild mit der Schlange, die sich aus einem altertümlichen Buch hervorwindet, und die so liebevoll wie genretypisch gezeichneten Landkarten im Innern signalisieren unmissverständlich, dass das Buch dem fantastischen Genre angehört.

Allerdings handelt es sich auch bei diesen beiden Werken keineswegs um sortenreine Genre-Romane. In Der Ruf der Schlange erweist sich die scheinbar Fantasy-typische Fiktionswelt bald schon als postapokalyptische Szenerie nach dem Untergang einer industrialisierten Hochkultur. Und Dea Mortis (dem schieren Textumfang nach eher ein Kurzroman oder eine längere Erzählung) bietet zwar eine albtraumhafte Dark-Fantasy-Story, die aber die üblichen pseudo-plausiblen Erklärungen für den heraufbeschworenen Horror konsequent verweigert und stattdessen die – psychologischen wie literarischen – Voraussetzungen horrifizierenden Erzählens reflektiert. Es gibt eben keine Realität ohne fantastische Beimischungen – so wenig wie reine Fantastik, die ganz ohne reale Vorlagen auskäme. Deshalb habe Dante Alighieri in seiner Göttlichen Komödie ja die Hölle so viel überzeugender als das Paradies dargestellt, bemerkte Arthur Schopenhauer über eines der frühesten fantastischen Werke der Weltliteratur: Weil es im wirklichen Leben für Höllenszenen so viel Anschauungsmaterial gebe – und für Paradiesszenen so wenig bzw. überhaupt keines, so der Philosoph.


Dea Mortis. Der Tempel der dunklen Göttin: Von einem, der auszog, seine schwangere Freundin zu suchen – und sich im Opfertempel einer gefräßigen Gottheit wiederfand

Dea Mortis | U-Terminal

Seit Jahrhunderten ruht tief unter der Stadt Idleton ein vergessener Tempel. Als man ihn bei Bauarbeiten für ein neues U-Bahn-System wiederentdeckt, passiert die Katastrophe: Eine uralte Macht wird geweckt, hungrig verlangt sie nach Anbetung und Opfergaben – und beginnt, sich die Menschen untertan zu machen. Als Rick mit seiner schwangeren Freundin nach Idleton kommt, ahnt er nicht, dass er sich bereits mitten in einer apokalyptischen Auseinandersetzung befindet, in der er bald mit aller Macht um sein Leben kämpfen muss …

In horrible Geschehnisse verstrickt werden wir durch die Mächte des Unbewussten, die sich als Gullymonster, Außerirdische oder wandelnde Leichen bloß maskieren: Diese Grundbedingung dunkler Fantastik wird in literarischen Horrorstorys spätestens seit E.A. Poe mitreflektiert. Äußere Ereignisse können die Erfahrung des Entsetzlichen auslösen oder verstärken, aber die Gespenster sind letztlich immer den inneren Grabkammern oder Sickergruben dessen entkrochen, der sich vor ihnen graust. Wird dieser tiefenpsychologische Zusammenhang zerschnitten, die Projektionsquelle quasi ausgeblendet, so entsteht „Horror“ im Sinn des trivialen Genres: Geschichten von Gräueln, die scheinbar aus heiterem Himmel über arglose Helden verhängt werden. In Dea Mortis erzähle ich synchron vom wachsenden Grauen des Protagonisten und den dunklen Quellen, aus denen seine Schreckensgeister entsteigen.

„Je weiter er vorankam, desto weicher fühlte sich der Boden unter seinen Füßen an. Beinahe fleischig, federnd, als liefe Rick über das Bauchfell einer riesigen, hingestreckten Kreatur.“

Unter dem Titel U-Terminal ist eine überarbeitete Neuausgabe von Dea Mortis erhältlich: als E-Book und BoD ohne Giger-Illustrationen, dafür mit umfangreichem Anhang: „Mythenforschung“, ein Nachwort von Ralf Reiter, und ein Essay von mir über „fünftausend Jahre Reisen in die Tiefe der Fantasie“.

Hier z.B. finden Sie eine Leseprobe.
 

Printausgabe (vergriffen)
Dea Mortis. Der Tempel der dunklen Göttin
Mit Werken von H.R. Giger
Hardcover, Originalausgabe: Knaur 2005
304 Seiten, € 22,90
ISBN 3-426-66200-0

Überarbeitete Neuausgabe
U-Terminal. Ein Horrortrip
Softcover, BoD (CreateSpace Independent Publishing Platform) 2013
234 Seiten, 16,00 Euro
ISBN 978-1490919164

E-Book
U-Terminal. Thriller
dotbooks 2014
300 Seiten, € 5,99
ISBN eBook 978-3-95520-747-2


Der Ruf der Schlange – Agentenroman aus einer fantastischen Welt, die unsere zukünftige sein könnte

Der Ruf der Schlange

Der Roman spielt in dem fiktiven Land Dunibien im Jahr 713 neuer Zeit. Die offizielle Religion Dunibiens ist der Glaube an den Großen Gott Linglu. Nach der Lehre der Priester hat Linglu seinen Geschöpfen untersagt, selbstbewegte Maschinen zu bauen – und das alte Dunibische Reich in einer großen Flutkatastrophe untergehen lassen, weil die Dunibier damals gegen sein Gebot verstießen. Doch auch im Jahr 713 des neuen Dunibischen Reichs gibt es mittlerweile wieder etliche selbstbewegte Maschinen. Das Land ist aufs Neue im Dampfmaschinenzeitalter angekommen – weshalb viele Dunibier befürchten, dass Linglu sie mit einer neuen Katastrophe bestrafen werde. Vor diesem Hintergrund sind die dunibischen Sicherheitsbehörden besonders beunruhigt, als es in der Hauptstadt Phora zu einer Serie grässlicher Todesfälle kommt. Sämtlichen Opfern fehlt die Wirbelsäule einschließlich des Stammhirns. Gleichzeitig tauchen in der Stadt immer mehr weiße Schlangen einer aggressiven unbekannten Spezies auf.

Der königliche Agent Samu Agosch Rabov leitet die Ermittlungsstelle für Mysteriöse Todesfälle – und findet schließlich heraus, dass den Todesfällen ein archaischer Erweckungszauber zugrunde zu liegen scheint. Nach dem uralten Mythos von Naxoda stand am Anfang aller Schöpfung die Versklavung der Schlange, die zum Rückgrat der Menschen und aller anderen Säugetiere verwunschen wurde – und die nun durch den Erweckungszauber zur Schlange zurückverwandelt werden kann …

Die Fachkritik zeigte sich angetan von meiner Fantasy-Welt mit Dampfmaschinen und Schlangenzauber: „Ein Lesevergnügen jenseits der Genregrenzen“ (phantastik-couch.de); eine „absolut lesenswerte Mischung aus Fantasyabenteuer, Horrorgeschichte und Detektivroman“ (literaturzirkel.eu); „großartig, fesselnd, innovativ“ (Zauberspiegel); „ein genialer Fantasy-Detektiv-Roman“ (Nautilus).
 

Ein Interview mit mir im Fantasy-Magazin Zauberspiegel finden Sie hier.

Eine Leseprobe gibt es hier.
 

Printausgabe:
Der Ruf der Schlange. Fantasy-Thriller
Hardcover, Originalausgabe: Klett-Cotta 2010
ca. 520 Seiten, 22,90 Euro
ISBN 978-3-608-93875-3

E-Book
Der Ruf der Schlange. Fantasy-Thriller
Klett-Cotta 2010
ca. 520 S., 17,99 Euro
ISBN 978-3-608-10148-5
 

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Andreas Gößling | Autor
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